Aleksey Vylegzhanin spielt Naji Hakim (2017)

2017 (Vol. 53, 1 CD)


Die Fertigstellung dieses Tonträgers fällt in ein ganz besonderes Jahr: 2016 dürfen wir auf 200 Jahre Geschichte zurückblicken – 200 Jahre Gegenwart der Kunst. Diese erste Aufnahme der digitalen Orgel ist auch in ihrer inhaltlichen Positionierung ein Kernstück dieses Jubiläums, dessen zentrale Forderung an uns selbst lautet, die von Geschichte erfüllte Gegenwart der Musik mit Blick auf die Zukunft zu leben.
Das bedeutet auch, Grenzen hinter uns zu lassen, die lange gültig oder bestimmend sein mochten. Entgrenzung impliziert den Entschluss, auch andere Wege zu beschreiten. Diese erste Aufnahme zeigt an, wohin die Reise gehen kann. Die digitale Orgel ist ein künstlerisch-wissenschaftliches Forschungsprojekt, in beiden Bereichen gleichermaßen und notwendigerweise verwurzelt. Sie greift den tradierten Anspruch der Orgel auf, die als stets hochtechnologisches Instrument klangliche Möglichkeiten mechanisch um- und übersetzt, um diesen in das digitale Zeitalter zu übertragen. Sie eröffnet durch die Emanzipation von der analogen Klangerzeugung neue künstlerische Perspektiven und bleibt dabei der Tradition des Instrumentes treu.
„Alles Fertige, Vollkommene wird angestaunt, alles Werdende unterschätzt“ schrieb Friedrich Nietzsche in „Menschliches, Allzumenschliches“, seinem „Buch für freie Geister“. Unterschätzen Sie also nicht den beachtenswerten Start, der mit dieser CD für das Projekt der digitalen Orgel gelungen ist. Denn hier wird noch viel ...

Elisabeth Freismuth, Rektorin


 

Titelliste:

  • 1 Ouverture libanaise (2001) [07:58)
  • Rubaiyat (1990)
    2 I. Deciso [03:30], 3 II. Ostinato [03:37], 4 III. Molto Vivace [03:15], 5 IV. Allegro agiato [05:53]
  • 6 Gregoriana (2003) [08:24]
  • 7 Salve Regina (2004) [06:18]
  • 8 Memor (1989) [11:12]
  • 9 Aalaiki'ssalaam (2006) [09:40]