7. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerb

ZIELE 

Die Förderung der Entstehung von neuen Werken für Musiktheater, sowie die Förderung der Aufführung von zeitgenössischen Werken für Musiktheater als wichtiges Element der Ausbildung unserer Gesangsstudierenden. Die Förderung von hochtalentierten KomponistInnen der jüngeren Generation, konkret manifestiert in der Vergabe von Kompositionsaufträgen für zwei Musiktheater-Werke (Einakter) von jeweils 30 – 60 Minuten Maximum, die an der Kunstuniversität Graz im Rahmen des Instituts für Musiktheater zur Uraufführung gelangen sollen. 

Der Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerb wird von der Kunstuniversität Graz (KUG) als geladener Wettbewerb durchgeführt. Die prämierten KomponistInnen erhalten den Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionspreis des Land Steiermark und damit verbunden einen Kompositionsauftrag für ein Musiktheaterwerk. Der Ablauf ist 3-stufig.

Mit dem Klangforum Wien als Ensemble in Residence für „Performance Practice in Contemporary Music“ (PPCM), der herausragenden Kompositions-Faculty und Professoren im Bereich Musiktheater und Gesang steht der KUG eine Gruppe von KünstlerInnen zur Verfügung, die unter dem Vorsitz des Rektors/ der Rektorin und ergänzt durch Musikredakteure aus Rundfunk und Print die Jury bilden. Diese Jury, in Kenntnis der zeitgenössischen Musik- und Kompositionsszene, lädt vielversprechende KomponistInnen der jüngeren Generation zur Teilnahme am Wettbewerb ein.



WETTBEWERBSBEDINGUNGEN UND ABLAUF

1. Stufe

Die Jury nennt eine Anzahl von KomponistInnen, die zum Wettbewerb eingeladen werden. Voraussetzung ist, dass sie einen Wohnsitz in Europa haben, nach dem 31. März 1977 geboren sind und in den letzten Jahren durch ihr kompositorisches Schaffen aufgefallen sind. Diese KomponistInnen werden dazu eingeladen, folgende Unterlagen einzusenden: 

Kompositionen:  zwei Partituren, darunter mindestens ein Werk mit Vokaleinbindung, sowie eine Audio-CD, nach Möglichkeit mit den Aufnahmen der eingereichten Partituren. Die Werke sollen das jeweilige aktuelle kompositorische Schaffen repräsentieren. Zusätzlich ist als erste Grundidee zu einem Musiktheaterwerk – Einakter von ca. 60 Minuten Länge – eine Handlungsskizze gefordert: Inhaltsangabe inklusive Librettovorschlag; entweder a) Literarische Vorlage: Wenn ja, welche? – oder b) Neuer Text: Wenn ja, wer schreibt ihn?

Einreichfrist: 31. Mai 2017



2. Stufe

Die Jury wählt aus diesen Einreichungen sechs KanditatInnen aus, die aus ihrer Grundidee ein Konzept für ein vollständiges Werk ausarbeiten sollen: vollständiges Libretto, eine Szene von mindestens 5 Minuten Länge in vollständiger Partitur (inklusive Instrumentierung). In Rücksprache mit dem Rektorat, und den für die Ausführung zuständigen Instituten werden klare Vorgaben – bezogen auf SängerInnen, InstrumentalistInnen, Instrumentarium und Bühnentechnik – vereinbart, die die Aufführbarkeit im Rahmen der KUG gewährleisten sollen. Für die Ausarbeitung ihrer Werke erhalten die KomponistInnen ein Honorar von € 2.500,- pro Person.

Einreichfrist: 31. Dezember 2017



3. Stufe

Aus diesen sechs Konzepten wählt die Jury zwei PreisträgerInnen aus (voraussichtlich im März 2018), die den Auftrag erhalten, das jeweilige Werk – unter Berücksichtigung möglicher weiterer von der Jury festgelegten Auflagen für eine realistische Aufführbarkeit - fertig zu stellen. Die PreisträgerInnen räumen der Kunstuniversität Graz unentgeltlich die nicht exklusive umfassende, zeitlich, räumlich und sachlich uneingeschränkte Werknutzungsbewilligung nach §§ 14 bis 18a UrhG an ihren Kompositionen, die im Rahmen des 6. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerbs geschaffen werden, ein. Die Uraufführung der Werke bleibt der Kunstuniversität Graz vorbehalten. Die Reihenfolge wird durch die KUG festgelegt. Im Falle einer Überlänge der Komposition behält sich die Kunstuniversität das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.

Für den Werkauftrag erhalten die KomponistInnen jeweils € 8.000,- Preisgeld.

Einreichfrist für Partitur des gesamten Werkes, Stimmenmaterial, Klavierauszug, elektronische Approximation: 31. Oktober 2018

 


Geplante Uraufführung Werk 1: Oktober 2019
Geplante Uraufführung Werk 2: Oktober 2020

möglicherweise beide Werke an einem Abend in Rücksprache mit Institut 7 und 10

Die WettbewerbsteilnehmerInnen akzeptieren mit der Anmeldung die Wettbewerbsbedingungen und den Ablaufplan.


JURY

Vorsitz: Elisabeth VON MAGNUS - Vizerektorin für Kunst
Beat FURRER - Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren (KUG)
Uli FUSSENEGGER - Klangforum Wien (PPCM)
Wolfgang HATTINGER - Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren (KUG)
Franz Josef KERSTINGER - ORF
Klaus LANG - Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren (KUG)
Dimitrios POLISOIDIS - Klangforum Wien (PPCM)
Herbert SCHRANZ - freier Journalist
Christine WHITTLESEY - Institut für Gesang, Lied und Oratorium (KUG)
René ZISTERER - Institut für Musiktheater (KUG)
 

BESETZUNG

Gesangsbesetzung 
maximal 4 SängerInnen (nach Rücksprache mit der Jury)
maximal 1 SprecherIn
kein zusätzlicher Chor, kein Counter-Tenor
Hinweisen möchten wir, dass diese Produktionen von jungen SängerInnen mit klassischer Gesangsausbildung bestritten werden, also prinzipiell keine dramatischen Stimmfächer in die Komposition Eingang finden sollen.

Instrumentalbesetzung (8 ­-17 InstrumentalistInnen)
Maximal:
2 Violinen
1 Viola
1 Cello 
1 Kontrabass 
1 Flöte (Piccolo, Alt-Flöte, Bass-Flöte)
1 Oboe (Englischhorn)
1 Klarinette (B- Klarinette, Es-Klarinette)
1 Sax (S-Sax, A-Sax, B-Sax)
1 Fagott (Kontrafagott)
1 Horn
1 Trompete
1 Posaune
1 Klavier (Celesta, Synthesizer)
2 Schlagzeuge
1 Akkordeon
 

Die angeführten Instrumente inklusiv Variant-Instrumenten dürfen immer nur in solistischer Besetzung Verwendung finden. Der Einsatz von Verstärkung, Live-Elektronik und Zuspielungen ist prinzipiell möglich. Die konkreten Umsetzungswünsche sind in einer späteren Wettbewerbsphase mit dem KUG-Institut für elektronische Musik und Akustik (IEM) abzustimmen.