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Ivna Žic für den Schweizer Buchpreis nominiert

Ivna Žic; Foto: Katharina Manojlovic

Die Regisseurin der KUG-Schauspielproduktion „The Brunch Club“ (Premiere am 26. März 2020) findet sich gemeinsam mit vier weiteren Autor_innen auf der Shortlist des mit 30.000 Franken dotierten Literaturpreises. Wir gratulieren!

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Sibylle Berg, Simone Lappert, Tabea Steiner, Alain Claude Sulzer und Ivna Žic sind auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2019. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 42.000 Franken dotiert. Der oder die Preisträger_in erhält 30.000 Franken; die vier anderen Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 3.000 Franken. Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 10. November 2019 im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt. „Die Nachkommende“ von Ivna Žic sei „ein Debüt von grossem Sprachbewusstsein und sinnlicher Intensität“, heißt es in der Begründung der Jury. Dies ist nicht die erste prominente Nominierung für Žic' Erstling, er findet sich auch auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis 2019!

An der KUG bringt die literarisch erfolgreiche Regisseurin im März 2020 gemeinsam mit den Schauspielstudierenden des 3. Jahrgangs eine Stückentwicklung namens „The Brunch Club“ heraus. „Für mich soll es ein Stück werden über die Erwartungen, die unsere Umwelt, von der Familie über das Studium, aber auch der Beruf, das Theater selbst, an uns stellen. Es geht um die Frage: Was spielen wir vor – uns selber und den anderen? Wie sehr spielen wir mit?“ So Žic im KUG-Gespräch.

Ivna Žic, geboren 1986 in Zagreb, aufgewachsen in Zürich, studierte Angewandte Theaterwissenschaft, Schauspielregie und Szenisches Schreiben in Giesen, Hamburg und Graz. Seit 2011 arbeitet sie als freie Autorin, Dozentin und Regisseurin u. a. am Maxim Gorki Theater, Schauspielhaus Wien, Luzerner Theater, Schauspiel Essen, Theater Neumarkt und bei uniT. 2013–2015 entstand in Wien das Theater- und Übersetzungsprojekt DIE SHOULD SEA BE FALLEN IN (nach „Die Schutzbefohlenen“, E. Jelinek) gemeinsam mit „Versatorium – Verein für Gedichte und Übersetzen“ und Refugee Protest Camp, mit Einladungen an das Burgtheater, Theater Bremen, Theater Freiburg, Schauspielhaus Zürich/Winkelwiese.
Für ihre Stücke erhielt sie u.a. den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik („Die Vorläufigen“), das DramatikerInnen Stipendium des Österreichischen Bundeskanzleramtes sowie einen Werkbeitrag von Pro Helvetia. Mit den Autorinnen Katja Brunner, Daniela Janjic, Gerhild Steinbuch und Darja Stocker schreibt und performt sie kollektiv als „Institut für Chauvinistische Weiterbildung“. Ihr nun für den Schweizer Buchpreis nominiertes Romandebüt „Die Nachkommende“ erschien im August 2019 bei Matthes&Seitz.