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Österreichischer Kunstpreis für Bernhard Lang

Bernhard Lang; Foto: Harald Hoffmann 2016

Der Komponist und KUG-Professor Bernhard Lang erhält den Österreichischen Kunstpreis für Musik 2019.

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Die feierliche Verleihung durch Bundesminister Alexander Schallenberg findet am Montag, 25. November 2019 im Bundeskanzleramt statt. „Mit dem österreichischen Kunstpreis für Musik einen Staatspreis der Republik zu bekommen, ist zweifellos ein Höhepunkt jeder künstlerischen Karriere. Aber auch für uns als Universität ist es ein stolzer Moment, wenn einer unserer Lehrenden mit einer solchen Auszeichnung gewürdigt wird. Ich gratuliere von ganzem Herzen!“ So der geschäftsführende Vizerektor Eike Straub.

Neben Bernhard Lang werden heuer folgende Künstler_innen geehrt: Ashley Hans Scheirl – Bildende Kunst, Martina Kudláček – Film, Tatiana Lecomte – Künstlerische Fotografie, Maja Haderlap – Literatur, Thomas Feuerstein – Medienkunst, Kulturverein Rož – Kulturinitiativen.

Der Österreichische Kunstpreis
…  wird etablierten Künstlerinnen und Künstlern für ihr umfangreiches, international anerkanntes Gesamtwerk zuerkannt und jährlich vergeben. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert. Unter den bisherigen Preisträger_innen finden sich zahlreiche Persönlichkeiten mit Bezug zur KUG, so 1980 Ivan Eröd, 1987 Gösta Neuwirth, 1992 Jenö Takacs, 2006 Christian Muthspiel, 2009 Beat Furrer, 2012 Erich Kleinschuster sowie im Vorjahr die KUG-Absolventin Elisabeth Schimana.

Bernhard Lang
… wurde 1957 in Linz geboren und studierte ebendort am Bruckner-Konservatorium, später auch Philosophie und Germanistik in Graz. An der KUG belegte Lang Jazztheorie bei Dieter Glawischnig und Jazzklavier bei Harald Neuwirth sowie Harmonielehre und Komposition bei Andrzej Dobrowolski und Kontrapunkt bei Hermann Markus Preßl. Weiterführende Kompositionsstudien führten ihn zu Gösta Neuwirth und Georg Friedrich Haas.

In den Jahren 1977 bis 1981 arbeitete Lang mit diversen Jazzgruppen als Komponist, Arrangeur und Pianist. Die Auseinandersetzung mit Elektronischer Musik und Computertechnologie am IEM der KUG mündete unter anderem in die Entwicklung der Software CADMUS in C++ (Entwicklungsumgebung für Computergestützte Komposition). Seit 2003 prägt auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Tanz (in Zusammenarbeit mit Xavier Le Roy, Willi Dorner, Christine Gaigg und Silke Grabinger) die Kunst von Bernhard Lang.

Ab 2003 wirkte er auch als a. o. Prof. für Komposition an der Kunstuniversität Graz. Von Juli 2004 bis März 2005 war er Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg, 2006 zentraler Komponist bei Wien Modern. Im Juni 2007 folgte ein Arbeitsaufenthalt im Künstleratelier Thomas Bernhard Archiv, Gmunden. 2007/08 war er „composer in residence“ des Theater Basel, 2008/09 Capell-Compositeur der Sächsischen Staatskapelle Dresden und 2013/14 Gastdozent für Komposition in Luzern.

Bernhard Lang hielt seit 2000 Lectures für die Internat. Ferienkurse Darmstadt, Ostrava Days, IEM Graz, Universität der Künste Berlin, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Konservatorium der Stadt Wien, München, Heidelberg, Hamburg, Basel, Oslo, Madrid, London, New York, Ostrava u.v.a.

Weitere Ehrungen: Musikförderungspreis der Stadt Graz 1986; 1. Preis beim Internationalen Alpen-Adria Kompositionswettbewerb 1988; Förderungspreis des Musikprotokolls 1988; Würdigungspreis des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung 1989; Andrzej Dobrowolski-Preis des Landes Steiermark 2001; Anton Bruckner-Stipendium des Landes Oberösterreich 2001; Niederösterreichischer Kulturpreis (Anerkennungspreis) 2005; Preis der Stadt Wien in der Kategorie „Musik“ 2008; Capell-Compositeur der Sächsischen Staatskapelle Dresden/D 2008/09; Erste-Bank-Kompositionspreis 2009; Outstanding-Artist-Award 2014 (Kategorie „Musik/Komposition“).